Feuer- Fritten

Geschrieben von: Diego Walder Im: Küche Auf: Kommentar: 0 favorite Hit: 456

Selbergemachte Fritten sind einfach und so gut, dass keine Gefangenen gemacht werden…

Schwierigkeit

3/5 Zelten

Materialaufwand

3/5 Zelten


Benötigt werden:


-    Pfanne oder Topf*
-    Rohe Kartoffeln
-    Öl oder Fett**



1.    Kartoffeln waschen oder putzen.
Parallel dazu Topf oder Pfanne ans Feuer stellen, damit das Öl darin richtig heiss werden kann.
2.    Kartoffeln in Längsstreifen schneiden.
Schale aufgrund der Inhaltsstoffe und Verschwendung (kurz also der Faulheit wegen) dran lassen. Je dünner die Frittchen werden, desto schneller garen. Je grösser, desto kleiner der Anteil des knusprigen Äusseren im Vergleich zum «pastösen» Inneren. Die Dimension ist also auch Geschmackssache…;)


Kleiner Trick: Mit dem Messer die Kartoffel scheibenweise einschneiden, das eine Ende dabei nicht durchschneiden. Dann 90º drehen und diesesmal Durchschneiden. Erfordert etwas Übung.

Quader- Technik für Fritten

3.    Eine Fritte ins Öl schippen.
Es sollten sofort Blasen auftauchen und ein Zischen entstehen. Andernfalls warten bis das Öl heisser ist.

kalte Fritten im Ölbad

4.    Ein Teil der Fritten vorsichtig ins Öl befördern.
Nicht hineinwerfen; spritzendes Öl hinterlässt unschöne Körpermerkmale!



Beachte:

Frittieren benötigt eine hohe Temperatur (ca. 170ºC). Je höher der Anteil (kalter) Fritten zum heissen Öl (mit Topf) ist, desto niedriger wird auch die Mischtemperatur im Topf.
Nimm also tendenziell eher einen grossen Topf und wenige Fritten pro Vorgang, als umgekehrt!


5.    Warte (je nach Leistung und Kochgutvolumen) zwischen 5 und 20 min. Teste immer wieder. Je länger der Vorgang desto dunkler und knuspriger werden die Dinger.
6.    Fische die Fritten aus dem Topf und lege sie an einen Ort, wo sie etwas abkühlen und abtropfen können (schräger Teller, Küchenpapier, Rost aus Ästen….). Eine improvisierte Zange kann hier helfen.

eine improvsierte Zange aus einem Ast hilft...

7.    Verteile etwas Salz auf den Pommes. Das geht am besten mit einem Hilfswilligen.

Fertige Pommes Frites

En Guete. Mit etwas Übung werden, deine Zöglinge diese Pommes nie vergessen!


8.    Nach dem Kochen wird eine gewisse Menge Öl übrigbleiben. Dieses Öl kannst du wieder in eine Flasche zurückgiessen (gefiltert wirst du die Schwebstoffe los) und ein paarmal wiederverwenden (zum Braten oder Frittieren). Falls du es dennoch entsorgen musst, kipp es nicht irgendwo weg, sondern recycle es! Kleinere Mengen kannst du mit Papier aufsaugen und im Abfall entsorgen.



Hinweis:

Mit heissem Öl ist nicht zu spassen! Achte insbesondere in der Gruppe auf ausreichende Standfestigkeit des Topfes. Die Mitnahme einer geeigneten Feuerdecke ist nicht verkehrt (Wasser auf brennendes Öl zu giessen, ist die ultimative Dummheit! Nie!)



*    Am besten eignen sich Stahl oder Gusseisen- Töpfe. Aluminium hat einen niederen Schmelzpunkt und kann bei einiger Unachtsamkeit schmelzen.


**    Es eignen sich Öle die hohe Temparaturen ertragen. Zum Beispiel Erdnuss, Raps oder Sonneblumenöl. Olivenöl ist dafür zu schade und meist nicht geeignet. (ausgenommen raffiniertes Öl).
    Statt Öl kann auch Fett genommen werden. Der Vorteil von Fett gegenüber Öl ist, dass dieses nach Erkalten wieder hart wird (was dann auch per Definition der Unterschied der beiden ist).
    Am besten schaust du auf der Etikette des Produkts nach, ob es zum frittieren geeignet ist.

-> Neben Kartoffeln lassen sich unter anderem auch diverse Arten von Fleisch, Fisch, Gebäck, Eier, Zwiebeln (zum Beispiel im Mehl gewendet) aber auch Bananen sehr gut frittieren. Davon aber gerne später mehr..

Zwiebelringe im Mehl


Probiert es aus, es lohnt sich! Gerne würden wir von euren Erfahrungen hören!

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